Das Watt
Als Watt bezeichnet man den bei Niedrigwasser
trockenfallenden Boden eines Wattenmeeres.
Wartet man durch das trockengefallene Watt, so merkt man schnell, dass es Bereiche unterschiedlichen Sediments gibt. Über einige Flächen kann man bequem gehen, in den anderen sinkt man bis zu den Knöcheln oder tiefer ein. Man unterscheidet zwischen den folgenden Arten des Watts.
Sandwatt
Ein Großteil des Watts besteht aus dem besonders gut begehbaren Sandwatt. Es weist eine grobkörnige, sandiges Sediment auf. Der Gehalt an organischer Substanz und Wasser ist sehr gering, aber die hier typischen Tiere bewirken erstaunliche Sedimentumlagerungen.
Mischwatt
Das Mischwatt findet sich in geschützten Lagen in Festlandnähe, auf Wasserscheiden, zum Teil auch im Brandungsschutz der großen Inseln. Es ist von großer Bedeutung, da hier die größten Biomassen im Vergleich zu anderen großflächigen Lebensräumen produziert werden.
Schlickwatt
Das Schlickwatt ist biologisch besonders wertvoll und auf Grund
von Eindeichungsmaßnahmen recht selten geworden. Es hat hohe
Anteile an organischer Substanz und einen hohen Wasseranteil von 50
bis 70 Prozent. Es bildet sich zumeist nahe der Hochwasserlinie in
Stillwassergebieten, insbesondere in Buchten und Landgewinnungsfeldern. Hier herrschen
sehr extreme Bedingungen. Die Fauna und Flora
des Meeres muss lange Trockenliegezeiten, hohe
Temperaturschwankungen und die geringe Sauerstoffversorgung im
Boden ertragen. Ihr steht jedoch ein besonders hoher
Nährstoffreichtum zur Verfügung.
